Wenn die kleinere Portion weniger verlockend wirkt
Eine reduzierte Futterportion kann für manche Hunde weniger appetitlich wirken — nicht nur, weil es objektiv weniger ist, sondern auch, weil weniger Futter im Napf oft auch weniger intensiv riecht. Gerade bei Hunden, die generell etwas wählerisch sind, kann das dazu führen, dass die Diätportion zögerlicher gefressen wird.
Eine einfache Möglichkeit, die kleinere Portion attraktiver zu machen, ohne zusätzliche Kalorien hinzuzufügen, ist ungesalzene, ungewürzte Gemüsebrühe.
Warum Brühe funktioniert
Brühe verstärkt den Geruch und Geschmack des Futters, ohne nennenswert Kalorien beizutragen — vorausgesetzt, sie ist ungesalzen und ungewürzt und enthält keine für Hunde ungeeigneten Zutaten wie Zwiebeln oder Knoblauch, die häufig in fertigen Gemüsebrühen aus dem Supermarkt enthalten sind.
Für Hunde geeignete Brühe lässt sich selbst herstellen, indem man hundeunbedenkliches Gemüse — etwa Karotten, Zucchini oder Pastinaken — ohne Salz und Gewürze in Wasser kocht und die Flüssigkeit anschließend verwendet. Wichtig ist, wirklich auf Salz, Zwiebeln, Knoblauch und andere Gewürze zu verzichten, da diese für Hunde unverträglich oder schädlich sein können.
Anwendung im Alltag
Ein bis zwei Esslöffel der abgekühlten Brühe über das Trockenfutter gegossen, lassen das Futter intensiver riechen und schmecken, ohne das Volumen oder die Kalorienzahl wesentlich zu verändern. Bei Trockenfutter hat das zusätzlich den Vorteil, dass das Futter etwas aufweicht, was bei manchen Hunden — insbesondere älteren mit Zahnproblemen — gut ankommt.
Brühe als Sommer-Variante
Im Sommer lässt sich die gleiche Brühe auch in Eiswürfelform anbieten — eine kühle, kalorienarme Erfrischung, die gleichzeitig den Geschmack des Futters aufwertet, wenn die Eiswürfel über oder neben dem Futter gegeben werden (siehe Tipp 65).
Brühe als Belohnung nutzen
Neben der Verwendung über dem Futter kann Brühe auch eingefroren in kleinen Portionen als gelegentliche, kalorienarme Belohnung dienen — etwa in einem Kong eingefroren (siehe Tipp 58), wo sie über einen längeren Zeitraum beschäftigt, ohne die Energiebilanz nennenswert zu beeinflussen.
Vorsicht bei fertigen Produkten
Fertige Brühwürfel oder Brühpulver aus dem Supermarkt enthalten in der Regel Salz und oft auch Zwiebel- oder Knoblauchpulver — beides ist für Hunde nicht geeignet. Wenn du auf fertige Produkte zurückgreifen möchtest, achte auf spezielle, für Hunde deklarierte Brühen, die ohne diese Zutaten hergestellt sind.
Häufige Fehler
Ein häufiger Fehler ist, normale Gemüsebrühe aus dem eigenen Kochtopf zu verwenden, die für die menschliche Mahlzeit gesalzen und gewürzt wurde — diese ist für Hunde nicht geeignet. Ein anderer Fehler ist, die Brühe in größeren Mengen zu verwenden, in der Annahme, "es ist ja nur Wasser" — auch wenn Brühe kalorienarm ist, sollte sie eine Ergänzung bleiben, nicht ein eigenständiger Bestandteil der Ration werden.
Wann zum Tierarzt
Wenn dein Hund unabhängig von der Diät Appetitlosigkeit zeigt oder die Futtermenge über längere Zeit nicht zuverlässig frisst, ist das ein Thema für den Tierarzt — eine Geschmacksverstärkung mit Brühe ist keine Lösung für ernstere Appetitprobleme.
Fazit
Eine selbst gemachte, ungesalzene Gemüsebrühe ist ein einfaches, kostengünstiges Mittel, um die kleinere Diätportion attraktiver zu gestalten — ohne dabei nennenswert Kalorien hinzuzufügen.
