⚖️ Tipp #20 · 4 Min. Lesezeit

Kausnacks kalorienarm wählen

Getrocknete Sehnen oder Rinderkopfhaut sind fettärmer als Schweineohren. Achte beim Kauartikel auf den Fettgehalt.

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Getrocknete Rinderkopfhaut und Sehnen als Kauartikel für Hunde
Getrocknete Rinderkopfhaut und Sehnen als Kauartikel für Hunde
Hinweis: Dieser Tipp dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Krankheitssymptomen, vor Diäten und besonderen Fütterungsformen wende dich bitte an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.

Kauen gehört zum Hundeleben

Kauartikel erfüllen für Hunde mehrere wichtige Funktionen: Sie beschäftigen, befriedigen den natürlichen Kaubedarf und können sich positiv auf die Zahngesundheit auswirken. Während einer Diät müssen Kauartikel deshalb nicht komplett gestrichen werden — aber ihre Auswahl verdient mehr Aufmerksamkeit als gewöhnlich, denn die Unterschiede im Fett- und Energiegehalt zwischen verschiedenen Kauartikeln können erheblich sein.

Warum der Fettgehalt entscheidend ist

Fett ist die energiereichste Nährstoffgruppe — pro Gramm liefert Fett deutlich mehr Energie als Eiweiß oder Kohlenhydrate. Kauartikel mit hohem Fettanteil können daher trotz ihrer geringen Größe einen überraschend hohen Beitrag zur Tagesenergie liefern.

Schweineohren als Beispiel

Schweineohren sind ein populärer Kauartikel, haben aber einen vergleichsweise hohen Fettgehalt. Für einen Hund auf Diät kann ein einzelnes Schweineohr einen relevanten Anteil der täglich erlaubten Energiemenge ausmachen — ohne dass das auf den ersten Blick offensichtlich wäre.

Fettärmere Alternativen

Getrocknete Sehnen (zum Beispiel Rinderbeinsehnen oder Pferdesehnen) und getrocknete Rinderkopfhaut sind in der Regel fettärmer als Schweineohren und bieten gleichzeitig eine lange Kaudauer — das heißt, dein Hund ist länger beschäftigt, bekommt dabei aber weniger Energie. Diese Eigenschaft macht sie für die Diätzeit besonders interessant.

Die Verpackung lesen

Viele Hersteller geben mittlerweile den Energiegehalt pro Stück oder pro 100 Gramm auf der Verpackung an. Ein Vergleich verschiedener Kauartikel anhand dieser Angaben kann überraschende Unterschiede zeigen — manchmal liegen zwei optisch ähnliche Produkte im Energiegehalt weit auseinander.

Größe und Häufigkeit anpassen

Wenn dein Hund einen bestimmten Kauartikel besonders gerne mag, der aber recht energiereich ist, kann es eine Option sein, die Häufigkeit zu reduzieren — etwa nur noch zwei- statt täglich — und dafür an den anderen Tagen einen fettärmeren Kauartikel anzubieten.

Kauartikel in die Gesamtbilanz einrechnen

Egal welcher Kauartikel gewählt wird: Seine Energie sollte in die Tagesbilanz einfließen (siehe Tipp 19). Wenn ein Kauartikel regelmäßig gegeben wird, kann es sinnvoll sein, die Hauptmahlzeit an diesen Tagen leicht zu reduzieren, um den Mehrwert auszugleichen.

Kauartikel und Zahngesundheit

Kauartikel können sich positiv auf die Zahngesundheit auswirken, indem sie beim Kauen mechanisch Beläge entfernen. Dieser Effekt ist unabhängig vom Fettgehalt — daher lohnt es sich, gezielt nach Produkten zu suchen, die diesen Effekt bieten, aber gleichzeitig kalorienärmer sind (siehe Tipp 73).

Sicherheit beim Kauen

Unabhängig vom Kaloriengehalt sollten Kauartikel immer zur Größe und zum Kauverhalten des Hundes passen. Zu kleine Stücke können verschluckt werden, sehr harte Materialien können Zähne beschädigen. Beaufsichtige deinen Hund beim Kauen, besonders bei neuen Produkten.

Wann zum Tierarzt

Wenn dein Hund empfindlich auf bestimmte Kauartikel reagiert — etwa mit Durchfall oder Erbrechen — oder wenn du unsicher bist, welche Kauartikel sich für die Diät am besten eignen, kann dein Tierarzt oder die Tierarzthelferin eine Einschätzung geben.

Fazit

Kauartikel müssen während der Diät nicht gestrichen werden, sollten aber bewusst ausgewählt werden. Getrocknete Sehnen oder Rinderkopfhaut bieten oft eine lange Kaudauer bei geringerem Fettgehalt als Schweineohren — ein einfacher Tausch mit großer Wirkung auf die Kalorienbilanz.

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Rolf Schwertfechter

Hundefutter-Experte & BELLA-Gründer

Rolf Schwertfechter betreibt BELLA seit 2024 und hat den BELLA-Score entwickelt, der 11.000+ Hundefutter-Sorten nach Proteinquelle, Deklaration und Preis-Leistung bewertet. Er analysiert täglich Preisdaten aus dem AWIN-Feed, wertet aktuelle Studien aus und schreibt alle Ratgeber auf dieser Seite.

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