Knochenfütterung beim BARFen ist wertvoll — aber der Köt zeigt dir, ob die Menge stimmt. „Knochenkot" ist der Begriff für weißlichen, harten, bröseligen Kot, der auf einen zu hohen Knochenanteil hinweist.
Was Knochenkot bedeutet und wann es kritisch wird
Leicht weißlicher, sehr fester Kot nach Knochengabe ist noch im normalen Bereich. Problematisch wird es, wenn:
- Der Hund beim Kotabsatz würgt oder presst
- Er keinen Kot absetzen kann (Kotabsatzstopp)
- Er nach dem Kotabsatz unruhig oder schmerzhaft wirkt
- Der Kot extrem weiß, trocken und zerbröselt wie Kreide
Was du sofort tun kannst
Knochen aus der Ration nehmen: Für mindestens 3–5 Tage keine weiteren Knochen. Gibt den Darm Zeit, sich zu entleeren.
Mehr Flüssigkeit: Mehr Wasser anbieten. Kürbis- oder Zucchinipüree als Feuchtezusatz.
Bewegung: Moderate Bewegung stimuliert die Darmtätigkeit.
Ballaststoffe: Etwas Kürbispüree oder Flohsamenschalen können helfen, den Kotabsatz zu erleichtern.
Wann sofort zum Tierarzt?
- Kein Kotabsatz seit über 48 Stunden
- Hund zeigt Bauchschmerzen (gekrümmte Haltung, Winseln beim Berühren des Bauches)
- Auftreibung des Bauchs
- Erbrechen zusätzlich zu Kotabsatzproblemen
Das können Zeichen eines Darmverschlusses sein — das ist ein Notfall.
Vorbeugen ist besser als reagieren
Die beste Vorbeugung: Knochenanteil von Anfang an korrekt dosieren (max. 10–15 % der Gesamtration) und nicht plötzlich sehr viele Knochen auf einmal geben.
