„BARF ist günstig" hört man oft. Das stimmt — wenn du beim Metzger einkaufst, günstige Schlachtnebenprodukte nutzt und in Großmengen kaufst. Wenn du hingegen Premium-Fleisch im Bio-Laden kaufst und teure Supplements hinzufügst, kann BARF teurer sein als gutes Fertigfutter. Ehrliche Kalkulation ist wichtig.
Was BARF wirklich kostet — eine Übersicht
Muskelfleisch (Hauptkomponente): - Günstig: Geflügel (Hähnchen, Pute) — ca. 2–4 €/kg - Mittel: Rind, Schwein (nur gegart), Lamm — ca. 4–8 €/kg - Teuer: Wild, Bio-Fleisch, Exoten — 8–15+ €/kg
Innereien: Oft günstig, teils gratis beim Metzger — ca. 1–3 €/kg
Knochen: Häufig günstig oder kostenlos beim Metzger — ca. 0–2 €/kg
Supplements: Lachsöl, Seealgenmehl, Eierschalenmehl, Mineralstoffmix — ca. 15–40 € im Monat, je nach Zusammensetzung
Zeitaufwand: Portionieren, Auftauen, Reinigung — ca. 30–60 Minuten pro Woche
Beispielrechnung für einen 20-kg-Hund
Tagesbedarf ca. 400–600 g: - Günstiges BARF (Geflügel + Innereien + Knochen + Ergänzungen): ca. 1,50–2,50 €/Tag - Mittleres BARF (Rind/Lamm + Supplements): ca. 2,50–4,00 €/Tag - Hochwertiges BARF (Bio, Wild, Premium): 4–7 €/Tag
Zum Vergleich: Gutes Fertigfutter liegt je nach Produkt bei 1,50–4,00 €/Tag.
Fazit
BARF kann kostengünstig sein — wenn du günstige Quellen nutzt und clever einkaufst. Es muss aber nicht billig sein, und wer das von Anfang an erwartet, wird enttäuscht. Kalkuliere realistisch, bevor du startest.
