Wer BARF selbst zusammenstellt, stößt schnell auf die Frage: Welche Ergänzungen brauche ich? Die Antwort ist differenzierter als „je mehr, desto besser" — und auch das Gegenteil gilt: „lieber weglassen" ist nur dann richtig, wenn du genau weißt, dass eine Komponente bereits gedeckt ist.
Warum Ergänzungen beim BARFen oft notwendig sind
Reines Rohfleisch deckt den Bedarf eines Hundes nicht vollständig. Bestimmte Nährstoffe kommen in Fleisch kaum oder gar nicht vor:
- Jod: Fast nicht in Fleisch enthalten — Quelle: Seealgenmehl oder jodhaltiger Mineralstoff
- Kalzium: Fehlt, wenn keine Knochen gegeben werden — Quelle: Eierschalenmehl, Calciumcarbonat
- Vitamin D: Nur in Fisch und Leber ausreichend — bei fleischlastiger Ration supplementieren
- Omega-3 (EPA/DHA): Nur in fettem Seefisch ausreichend — Quelle: Lachsöl, Hering
Was du bei Supplements beachten musst
- Nach Plan dosieren: Nicht nach Bauchgefühl. Zu viel von fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) ist giftig
- Nicht doppelt ergänzen: Wenn du bereits Fisch fütterst, brauchst du kein extra Omega-3 mehr in voller Dosis
- Qualität wählen: Humanqualität oder tierärztlich zugelassene Produkte
Gängige BARF-Ergänzungen im Überblick
| Supplement | Zweck | Dosierung (Orientierung) | |---|---|---| | Seealgenmehl | Jod | 1–3 g / Woche für 10 kg KG | | Eierschalenmehl | Kalzium | ~1 g / 10 kg KG / Tag (wenn keine Knochen) | | Lachsöl | Omega-3 | 1 ml / 10 kg KG / Tag | | Vitamin E | Antioxidans, Fettschutz | 1–2 mg / kg KG / Tag | | Vitamin D3 | Knochengesundheit | nur nach tierärztlicher Messung |
