Wenn ein Hund übergewichtig ist, ist Kalorienreduktion die eine Hälfte der Lösung. Die andere ist Bewegung. Diät ohne Bewegung führt zwar zu Gewichtsverlust — aber langsamer, mit mehr Muskelschwund und weniger nachhaltigem Erfolg. Die Kombination aus beidem ist der wirkungsvollste Ansatz.
Warum Bewegung beim Abnehmen wichtig ist
Kalorienverbrauch steigern: Jeder Spaziergang verbraucht Kalorien, die das Tier nicht aus dem Futter holen muss. Das schafft ein größeres Defizit als die Diät allein.
Muskulatur erhalten: Bewegung — besonders Ausdauerbewegung und leichte Kraftbelastung — schützt die Muskelmasse während der Gewichtsabnahme. Diät ohne Bewegung baut mehr Muskeln ab.
Stoffwechsel ankurbeln: Regelmäßige Bewegung erhöht den Grundumsatz auch in Ruhe — der Körper verbrennt mehr, selbst wenn der Hund schläft.
Wohlbefinden steigern: Bewegung macht Hunde glücklicher, reduziert Frustrations- und Betteln-Verhalten und macht die Diätphase für alle angenehmer.
Sanft starten — keine Belastungsspitzen
Ein stark übergewichtiger Hund hat Gelenke unter erhöhter Belastung. Intensive, sprunghafte Bewegung kann schaden. Beginn mit: - Kurzen, ruhigen Spaziergängen (10–15 Minuten, 2–3x täglich) - Ebenem Untergrund, kein Bergauf-Sprinten - Schwimmen — ideal, weil es gelenkschonend ist und viele Kalorien verbraucht - Kein Frisbee, kein Stöckchen-Werfen — die Stop-and-Go-Bewegung belastet Gelenke
Steigere langsam: alle 1–2 Wochen etwas länger oder häufiger.
Wann mit Bewegung beginnen?
So früh wie möglich — aber der Tierarzt bestätigt vorher, ob keine orthopädischen oder kardialen Einschränkungen bestehen. Bei Hunden mit Herzproblemen oder schweren Gelenkerkrankungen braucht es angepasste Bewegungsformen.
