Eine Herzerkrankung beim Hund ist eine ernsthafte Diagnose, die neben medikamentöser Behandlung auch eine angepasste Ernährung erfordert. Salz — genauer: Natrium — spielt dabei eine zentrale Rolle. Ein erhöhter Natriumspiegel im Körper führt zur Wassereinlagerung im Gewebe, was das Herz zusätzlich belastet.
Warum Natrium bei Herzkranken problematisch ist
Natrium reguliert den Wasserhaushalt des Körpers. Wenn zu viel Natrium vorhanden ist, hält der Körper mehr Wasser zurück. Bei gesunden Tieren ist das kein Problem. Bei einem herzkranken Hund bedeutet mehr Wasser im Kreislauf aber mehr Volumen, das das geschwächte Herz pumpen muss — eine zusätzliche Belastung, die die Krankheit verschlimmern kann.
Was ein Herz-Diätfutter auszeichnet
- Reduzierter Natriumgehalt (deutlich unter dem normaler Futter)
- Hochwertiges, gut verdauliches Protein — damit die Muskelmasse (auch der Herzmuskel) erhalten wird
- Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) — entzündungshemmend und herzunterstützend
- L-Carnitin und Taurin — beide Nährstoffe sind für die Herzfunktion relevant
- Hohe Energiedichte — Herzpatienten verlieren oft Gewicht, brauchen also kalorienreiches Futter in kleinen Mengen
Was im Alltag bedeutet „kein Salz"
- Keine Snacks aus dem Menschentisch — Wurst, Käse, Brot, Chips — alles reich an Natrium
- Keine Hunde-Snacks ohne Prüfung — auch manche Kauartikel oder Leckerlis enthalten Salz
- Fertiggerichte aus dem Supermarkt als Tierfutter — immer das Etikett prüfen
- Keine Salzlecken — für Pferde oder anderen Haustiere bestimmt, aber neugierige Hunde lecken manchmal daran
Wann beginnt die Natriumreduktion?
Nicht jeder Herzpatient braucht sofort eine strenge Diät. Beim Beginn einer Herzerkrankung (Stadium B nach ACVIM-Klassifikation) empfehlen viele Kardiologen eine moderate Reduktion. Erst in höheren Stadien wird die Diät strenger. Dein Tierarzt — idealerweise ein Tierkardiologin — legt die passende Stufe fest.
