❤️‍🩹 Tipp #90 · 5 Min. Lesezeit

Die Pfötchengesundheit nach Streusalz

Streusalz trocknet aus und reizt. Pfoten nach Winterrunden abspülen und auf rissige Ballen achten.

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Hundepfoten werden nach Winterspaziergang gereinigt
Hundepfoten werden nach Winterspaziergang gereinigt
Hinweis: Dieser Tipp dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Krankheitssymptomen, vor Diäten und besonderen Fütterungsformen wende dich bitte an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.

Wenn der Winter zur Belastung für die Pfoten wird

Winterliche Straßen und Gehwege bedeuten für Hunde oft: Streusalz. Das Mittel, das Vereisungen verhindert und Stürze von Menschen, ist für Hundepfoten ein Problem. Chemische Verbindungen wie Natriumchlorid, Kalziumchlorid oder Magnesiumchlorid reizen die empfindliche Haut der Ballen, trocknen sie aus, und können bei längerem Kontakt zu schmerzhaften Rissen führen.

Was Streusalz anrichtet

Der erste Effekt ist chemische Reizung: Die im Salz enthaltenen Verbindungen ziehen Wasser aus der Haut (osmotischer Effekt) und schädigen die Hautbarriere. Ballen, die täglich mit Streusalz in Kontakt kommen, werden spröde und rissig. In den Rissen können Keime eindringen, was zu Entzündungen führt.

Ein weiteres Problem: Hunde lecken sich die Pfoten nach dem Spaziergang — das ist normal. Wenn an den Pfoten Streusalz klebt, nehmen sie es dabei auf. In kleinen Mengen meist harmlos, kann häufiges Salz-Lecken Magenbeschwerden verursachen.

Gleichzeitig verklebt das salzig-schmierige Gemisch aus Schnee, Eis und Chemikalien zwischen den Zehenpolstern — und kann dort als Eisklumpen Schmerzen und Lahmheit verursachen.

Nach jedem Winterspaziergang: Pfoten abspülen

Die wichtigste Maßnahme ist konsequentes Abspülen der Pfoten nach jedem Spaziergang auf gestreuten Wegen. Lauwarm bis kühl, mit der Hand sanft zwischen die Zehen gehen, Eis- und Schmutzreste entfernen. Eine kleine Schüssel mit Wasser am Eingang ist eine einfache Routine, die vielen Winterproblemen vorbeugt.

Anschließend die Pfoten gründlich abtrocknen — Feuchtigkeit zwischen den Zehen fördert Pilzinfektionen.

Pfotenbalsam: schützen und pflegen

Pfotenbalsam oder Pfotenöl schützt die Haut vor dem Eindringen von Salzpartikeln und hält die Ballen geschmeidig. Aufgetragen vor dem Spaziergang bildet er eine Schutzschicht; aufgetragen danach pflegt er gereizte Stellen.

Achte auf Produkte, die speziell für Hunde entwickelt wurden und keine ätherischen Öle enthalten, die bei Hunden schädlich sein können. Viele Tierärzte empfehlen einfaches Vaseline — günstig, wirksam und unbedenklich, wenn der Hund etwas davon ableckt.

Schutzschuhe: Kompromiss oder echte Option?

Hundeschuhe sind keine Modeerscheinung — sie sind bei starker Belastung durch Salz, Kälte oder Grannen eine echte Schutzmaßnahme. Die Herausforderung: viele Hunde akzeptieren Schuhe nicht sofort. Langsame Eingewöhnung mit positiver Verstärkung ist nötig.

Qualität ist wichtig: Schuhe sollten rutschfest, wasserdicht und gut sitzend sein. Zu enge Schuhe können Durchblutungsprobleme verursachen. Zu weite verlieren sich und verursachen neue Reibungswunden.

Auf Risse und Entzündungen achten

Inspiziere die Ballen regelmäßig — mindestens einmal pro Woche im Winter, öfter wenn du Auffälligkeiten bemerkst. Kleine Risse mit Pfotenbalsam behandeln. Tiefe Risse oder entzündete, gerötete Stellen gehören zum Tierarzt. Unbehandelt können sich Risse infizieren, und ein Hund, der an entzündeten Pfoten leidet, schränkt seine Bewegung ein — was langfristig weitere Probleme bereitet.

Winterliche Pfotenpflege ist kein Luxus. Mit fünf Minuten Aufwand nach dem Spaziergang schützt du deinen Hund vor Schmerzen, die er ohne deine Aufmerksamkeit still ertragen würde.

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Rolf Schwertfechter

Hundefutter-Experte & BELLA-Gründer

Rolf Schwertfechter betreibt BELLA seit 2024 und hat den BELLA-Score entwickelt, der 11.000+ Hundefutter-Sorten nach Proteinquelle, Deklaration und Preis-Leistung bewertet. Er analysiert täglich Preisdaten aus dem AWIN-Feed, wertet aktuelle Studien aus und schreibt alle Ratgeber auf dieser Seite.

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