Was dein Hund frisst, bestimmt direkt, wie viel er trinken muss. Trockenfutter und Nassfutter haben völlig verschiedene Wassergehalte — das beeinflusst den Trinkbedarf erheblich.
Wassergehalt verschiedener Futterarten
| Futterart | Wasseranteil | |---|---| | Trockenfutter (Kibble) | 6–12 % | | Halbfeuchtes Futter | 25–40 % | | Nassfutter (Dose/Beutel) | 70–85 % | | BARF / Rohfütterung | 60–75 % |
Der Unterschied ist enorm: Ein Hund, der Trockenfutter bekommt, muss fast den gesamten Flüssigkeitsbedarf über das Trinken decken. Ein Hund mit Nassfutter oder Rohfütterung nimmt bereits einen großen Teil passiv über das Futter auf.
Trockenfutter: Höherer Trinkbedarf
Trockenfutter enthält kaum Wasser. Der Körper braucht Flüssigkeit, um es zu verarbeiten, aufzuquellen und durch den Verdauungstrakt zu befördern. Das erhöht den Trinkreiz — Hunde mit Trockenfutter trinken deshalb deutlich mehr.
Was das bedeutet: - Mehrere Wasserstellen aufstellen - Napf öfter kontrollieren und auffüllen - Trinkmuffel bei Trockenfutter besonders beachten
Eine Option: Trockenfutter mit Wasser oder Brühe einweichen — erhöht die Flüssigkeitsaufnahme passiv.
Nassfutter: Viel Feuchtigkeit inklusive
Nassfutter liefert zu 70–85 % Wasser. Hunde, die hauptsächlich Nassfutter erhalten, trinken von sich aus oft weniger — weil ein großer Teil des Bedarfs bereits gedeckt ist.
Das bedeutet nicht, dass sie kein Trinkwasser brauchen. Wasser muss immer frei verfügbar sein. Aber der beobachtete Trinkbedarf ist geringer.
Rohfütterung (BARF)
Rohfleisch, Knochen, Innereien und Gemüse enthalten typischerweise 60–75 % Wasser. Hunde, die barfen, trinken ebenfalls oft weniger. Die Gesamtflüssigkeitsversorgung ist dennoch gut.
Kombifütterung
Wer Trocken- und Nassfutter kombiniert, sollte den höheren Bedarf des Trockenanteil-Anteils berücksichtigen.
Das Wichtigste in Kürze
- Trockenfutter = viel mehr Trinken nötig. Immer ausreichend frisches Wasser bereitstellen.
- Nassfutter und BARF decken einen großen Teil des Wasserbedarfs ab.
- Wasser ist immer Pflicht, unabhängig von der Futterart.
- Trinkverhalten beobachten, wenn die Futterart wechselt.
