Wenige Situationen verändern den Wasserbedarf eines Hundes so drastisch wie die Stillzeit. Eine Hündin, die Welpen säugt, produziert täglich große Mengen Milch — und für Milch braucht der Körper Wasser, viel Wasser.
Wie viel Wasser braucht eine säugende Hündin?
Der genaue Mehrbedarf hängt von der Wurfgröße ab, aber die Zahlen sind eindrücklich:
- Muttermilch besteht zu etwa 80 % aus Wasser
- Eine Hündin mit 6–8 Welpen produziert täglich 1–2 Liter Milch
- Das bedeutet: 800 ml bis 1,6 Liter Wasser allein für die Milchproduktion — plus den eigenen Erhaltungsbedarf
Bei einer 25-kg-Hündin kann der Gesamtbedarf in der Stillzeit das 2–3-fache des normalen Bedarfs erreichen.
Warum Wassermangel in der Stillzeit gefährlich ist
Trinkt die Hündin zu wenig: - Sinkt die Milchmenge — Welpen werden nicht ausreichend versorgt - Kann Dehydrierung bei der Mutter auftreten - Wird die Nierenfunktion belastet - Erschöpft sich die Mutter schneller
Es ist deshalb wichtig, dass die säugende Hündin jederzeit, auch nachts, Zugang zu frischem Wasser hat — und das in ausreichender Menge.
Wie du den Bedarf deckst
Napf direkt beim Wurfplatz: Die Hündin verlässt die Welpen ungern — stelle den Napf so nah, dass sie ihn erreicht, ohne weit zu gehen.
Großer Napf: Ein Liter-Napf oder mehr ist sinnvoll, damit er nicht nach kurzer Zeit leer ist.
Häufig nachfüllen: Mehrmals täglich kontrollieren und frisch auffüllen.
Hochwertige Ernährung: Eine ausgewogene, hochkalorische Fütterung unterstützt die Milchproduktion — und damit auch den Flüssigkeitshaushalt.
Woran du erkennst, dass es nicht reicht
- Hündin trinkt ständig, Napf leer kurz nach dem Füllen: Menge erhöhen
- Welpen saugen unruhig und werden nicht satt: möglicherweise zu wenig Milch
- Hündin wirkt erschöpft, matter als erwartet: Wasserversorgung prüfen
Das Wichtigste in Kürze
- Säugende Hündinnen brauchen das 2–3-fache ihres normalen Wasserbedarfs.
- Großer Napf direkt beim Wurfplatz, mehrmals täglich nachfüllen.
- Wassermangel reduziert Milchmenge und schadet Mutter und Welpen.
- Bei Unsicherheit zur Menge: Tierarzt fragen.
