🦮 Tipp #32 · 6 Min. Lesezeit

Herzerkrankungen im Alter erkennen

Herzprobleme sind bei alten Hunden häufig. Was du wissen solltest und woran du sie erkennst.

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Tierarzt untersucht Herz eines älteren Hundes mit Stethoskop
Tierarzt untersucht Herz eines älteren Hundes mit Stethoskop
Hinweis: Dieser Tipp dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Krankheitssymptomen, vor Diäten und besonderen Fütterungsformen wende dich bitte an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.

Das Herz im Alter – ein unterschätztes Risiko

Herzerkrankungen gehören bei älteren Hunden zu den häufigsten Todesursachen. Die gute Nachricht: Mit regelmäßiger Vorsorge können viele Herzprobleme früh erkannt und gut behandelt werden, was die Lebenserwartung deutlich verlängern kann.

Die häufigste Herzerkrankung: Mitralklappeninsuffizienz (MVI)

Die Mitralklappeninsuffizienz ist die häufigste Herzerkrankung bei Hunden, besonders bei kleinen und mittelgroßen Rassen wie Cavalier King Charles Spaniels, Dackel, Pudel oder Yorkshire Terrier.

Dabei schließt die Mitralklappe – ein Herzventil zwischen linker Vor- und Hauptkammer – nicht mehr vollständig. Blut fließt zurück, das Herz muss mehr pumpen, und mit der Zeit erweitert es sich. Unbehandelt kann das zu Herzversagen führen.

Weitere Herzerkrankungen im Alter

  • Dilatative Kardiomyopathie (DCM): Erweiterung des Herzmuskels mit schwächerer Pumpleistung, häufiger bei großen Rassen (Dobermann, Deutsche Dogge, Irischer Wolfshund)
  • Herzrhythmusstörungen: Unregelmäßiger Herzschlag, verschiedene Ursachen
  • Perikarderguss: Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel

Woran du Herzprobleme erkennst

Frühe Zeichen: - Trockener, anhaltender Husten (besonders nachts oder nach dem Liegen) - Schnellere Ermüdung bei Belastung - Intoleranz gegenüber Wärme - Leistungsabfall bei Spaziergängen

Fortgeschrittene Zeichen: - Atemnot in Ruhe - Blaue oder grau-blasse Schleimhäute - Geschwollener Bauch (Aszites) - Ohnmacht oder Kollaps

Vorsorgeuntersuchung ist entscheidend

Ein einfaches Abhören mit dem Stethoskop kann bei Hunden mit Herzproblemen ein Geräusch (Herzmurmeln) aufdecken, das auf eine undichte Klappe hinweist. Das ist der erste Schritt.

Für eine genaue Diagnose wird ein Echokardiogramm (Herzultraschall) empfohlen – besonders bei Rassen mit erhöhtem Risiko.

Behandlung

Herzmedikamente können das Fortschreiten bei manchen Erkrankungen deutlich verlangsamen. Bei MVI werden ACE-Hemmer und Diuretika (Entwässerungsmittel) eingesetzt, bei fortgeschrittener Erkrankung auch Pimobendan (stärkt die Herzpumpfunktion).

Diese Medikamente wirken – aber sie erfordern regelmäßige Kontrollen.

FAQ

Muss mein Hund mit Herzerkrankung weniger Bewegung haben? Nicht zwingend. Sanfte, regelmäßige Bewegung ist meist gut. Intensive Anstrengung sollte vermieden werden. Der Tierarzt gibt genaue Empfehlungen.

Wie häufig sollte ein Hund mit Herzproblemen zum Tierarzt? Je nach Stadium alle 3–6 Monate für Kontrollen.

Kann ich meinen Hund impfen lassen, wenn er Herzprobleme hat? In der Regel ja, aber der Tierarzt entscheidet je nach aktuellem Zustand.

Mit früher Diagnose und guter Behandlung können Hunde mit Herzerkrankungen noch viele zufriedene Jahre leben.

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RS
Rolf Schwertfechter

Hundefutter-Experte & BELLA-Gründer

Rolf Schwertfechter betreibt BELLA seit 2024 und hat den BELLA-Score entwickelt, der 11.000+ Hundefutter-Sorten nach Proteinquelle, Deklaration und Preis-Leistung bewertet. Er analysiert täglich Preisdaten aus dem AWIN-Feed, wertet aktuelle Studien aus und schreibt alle Ratgeber auf dieser Seite.

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