Durchfall beim BARFen ist kein seltenes Problem — und in den meisten Fällen ein Signal, das du verstehen und beheben kannst. Vorausgesetzt, du weißt, woran es liegt.
Die häufigsten Ursachen für Durchfall beim BARFen
1. Zu viele Innereien Leber, Niere und andere Innereien sind reich an Nährstoffen — aber auch an Vitamin A und fettlöslichen Substanzen, die in hoher Dosis abführend wirken. Übliche Empfehlung: Innereien max. 10–15 % der Ration, Leber davon höchstens die Hälfte.
2. Zu viel Fett Fettreiche Fleischteile, zu viel Öl oder ein plötzlich fettreiches Stück treiben die Darmpassage an. Weicher, glänzender, fettiger Kot ist ein typisches Zeichen.
3. Zu schnelle Umstellung Der Darm braucht Zeit, neue Enzyme für Rohfutter zu bilden. Wer in wenigen Tagen komplett umstellt, überlastet das Verdauungssystem.
4. Neue Fleischsorte Jede neue Proteinquelle kann vorübergehend zu weichem Kot führen, besonders wenn der Hund sie noch nicht kennt.
5. Qualitätsproblem Angewandeltes Fleisch, abgelaufene Produkte oder Keimbelastung können ebenfalls Durchfall auslösen.
Was du tun kannst
- Ration vereinfachen: Reduziere vorübergehend auf eine magere Fleischsorte ohne Innereien
- Fettmenge senken: Prüfe, ob ein besonders fettiges Stück die Ursache ist
- Umstellungsgeschwindigkeit reduzieren: Wenn du gerade umstellst, verlangsame das Tempo
- Neue Komponenten stoppen: Führe nichts Neues ein, bis die Verdauung sich stabilisiert hat
Wann zum Tierarzt?
- Anhaltender Durchfall über 48 Stunden
- Blut im Kot
- Erbrechen zusätzlich
- Starke Lethargie oder Schmerzsymptome
