Äußere Zeichen wie Fell, Energie und Kot geben dir wichtige Hinweise — aber sie zeigen Defizite oft erst, wenn sie schon länger bestehen. Blutuntersuchungen ermöglichen es, Mängel oder Überversorgungen zu erkennen, bevor sie sich klinisch manifestieren.
Was ein Blutbild beim BARFenden Hund zeigt
Eine veterinärmedizinische Blutuntersuchung kann folgende Parameter erfassen:
- Gesamtprotein, Albumin: Proteinversorgung und Lebergesundheit
- Harnstoff, Kreatinin: Hinweise auf Nierenfunktion (wichtig bei proteinreicher Rohdiät)
- Leber-Enzyme (ALT, AST, AP): Leberbelastung
- Schilddrüsenhormone (T3, T4): Jodüber- oder Unterversorgung zeigt sich hier
- Hämoglobin, Hämatokrit: Eisenversorgung, Anämie
- Vitamin D (25-OH-D): Nur auf spezielle Anfrage, aber bei BARF-Hunden relevant
- Spurenelemente: Zink, Kupfer — auf Anfrage möglich
Kein Blutbild deckt alles ab, aber ein gutes Basispanel gibt einen soliden Überblick.
Wie oft Blutkontrollen?
- Im ersten BARF-Jahr: 2x (nach 3 Monaten und nach 12 Monaten)
- Danach: Jährlich, zusammen mit der Regeluntersuchung
- Bei Symptomen oder Veränderungen: Sofort
Was du beim Tierarzt mitbringen solltest
Bringe eine kurze Übersicht deiner BARF-Ration mit — Fleischsorten, Innereien, Ergänzungen. Der Tierarzt kann dann gezieltere Parameter anfordern und die Ergebnisse im Kontext der Ernährung interpretieren.
