Der Kot ist beim BARFen ein Informationsmedium. Nicht nur seine Beschaffenheit (hart, weich, Farbe), sondern auch seine Menge sagt dir, wie gut dein Hund das Futter verwertet.
Warum BARFende Hunde weniger Kot produzieren
Rohfutter wird von Hunden sehr effizient verwertet — wesentlich besser als stärkereiches Trockenfutter. Weniger unverdauliche Reste bedeuten weniger Kotmasse. Das ist kein Problem, sondern ein Zeichen guter Verdauungseffizienz.
Trockenfutter-Hunde produzieren täglich oft 200–400 g Kot (je nach Füllstoffen im Futter). BARFende Hunde produzieren oft nur 80–150 g Kot täglich — bei gleicher Körpergröße.
Was zu viel Kot beim BARFen bedeutet
Wenn ein BARFender Hund unverhältnismäßig viel Kot produziert, deutet das auf:
- Zu viel Pflanzenmasse: Püriertes Gemüse und Ballaststoffzusätze erhöhen die Kotmenge
- Schlecht verwertbare Proteine: Manche Fleischsorten werden weniger effizient aufgenommen
- Zu hoher Knochenanteil: Kalziumreicher Kot kann voluminöser sein
- Überversorgung: Die Gesamtmenge übersteigt den Bedarf
Woran du die Kotmenge bewertest
Keine exakte Norm — aber wenn sich die Kotmenge bei gleicher Fütterung verändert, ist das ein Signal. Mehr Kot als zuvor, obwohl sich nichts geändert hat: prüfe die Zusammensetzung.
Farbe und Konsistenz als Ergänzung
- Dunkelbraun, fest: Ideal
- Weiißlich, hart: Zu viel Knochen
- Gelblich, weich: Zu viel Fett oder Innereien
- Mit Schleim: Magen-Darm-Irritation, evt. Parasiten — tierärztlich abklären
- Mit Blut: Immer sofort zum Tierarzt
