Rohes Fleisch kann Parasiten enthalten — Wurmlarven, Einzeller und andere Organismen, die für Hund und Mensch relevant sein können. Das ist kein Grund, BARF aufzugeben, aber ein Grund, es sicher zu handhaben.
Welche Parasiten kommen in Rohfleisch vor?
Toxoplasma gondii: Einzeller, der in rohem Fleisch (besonders Schwein, Schaf, Wild) vorkommt. Für immungeschwächte Hunde und schwangere Frauen relevant. Einfrieren tötet Toxoplasmen bei -18 °C nach 3 Tagen ab.
Sarcocystis: Verwandt mit Toxoplasma, in ähnlichen Fleischsorten. Bei Hunden oft symptomlos.
Trichinella: Hauptsächlich in Schwein und Wild. Deshalb: Schwein niemals roh, Wild immer gut durchfrieren oder garen.
Anisakis (Fischparasit): In Seefisch (Hering, Makrele, Lachs) vorkommend. Durchfrieren bei -20 °C für mindestens 7 Tage tötet Larven ab. Alternativ: garen.
Neospora caninum: Kann über rohes Rindfleisch übertragen werden, für Hunde harmlos, aber Übertragung auf Rinder möglich.
Die Lösung: Durchfrieren
Ausreichendes Einfrieren ist die wirksamste präventive Maßnahme: - -18 °C für mindestens 3 Tage: Tötet Toxoplasmen und viele andere Parasiten - -20 °C für mindestens 7 Tage: Empfehlung für Fisch (Anisakis) und Wild (Trichinella)
Handelsübliche Tiefkühlgeräte erreichen -18 bis -24 °C. Prüfe die tatsächliche Temperatur mit einem Thermometer.
Was ist mit Innereien?
Innereien (Leber, Niere, Lunge) können ebenfalls Parasiten enthalten. Einfrieren vor der Verfütterung ist empfehlenswert, besonders bei Wild-Innereien.
