Omega-3-Fettsäuren sind einer der am häufigsten unterschätzten Nährstoffe im BARF-Plan. Rohes Fleisch vom Land enthält primär Omega-6 — das Gegengewicht, Omega-3, muss gezielt eingebracht werden.
Warum Omega-3 so wichtig ist
Das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 in der Ernährung beeinflusst Entzündungsprozesse, Haut- und Fellgesundheit, Gelenke und das Immunsystem. Landtiere enthalten viel Omega-6, wenig Omega-3. Fischöl und fetter Seefisch sind die natürlichste und effizienteste Quelle für die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA.
Welche Fischsorten eignen sich?
- Lachs: Reich an EPA und DHA, gut schmackhaft, aber teuer. Wildlachs besser als Zuchtlachs.
- Hering: Sehr gute Omega-3-Quelle, günstig, oft als BARF-Hering tiefgefroren erhältlich
- Makrele: Intensiv im Geruch, aber hervorragendes Fettsäureprofil
- Sardinen: Kleinwüchsig = wenig Schwermetallbelastung, hohe Omega-3-Dichte
Roh oder gegart?
Hier gibt es einen wichtigen Kompromiss:
- Roher Fisch kann Thiaminase enthalten (zerstört Vitamin B1) und Parasiten wie Anisakis tragen
- Durchgefrieren bei unter -18 °C für mindestens 7 Tage tötet viele Parasiten ab
- Leicht gegart oder gedämpft ist sicherer, reduziert aber Omega-3-Gehalte etwas
Für die meisten Hunde: Tiefgefrorener Hering oder Lachs (kommerziell tiefgefroren), aufgetaut und roh verfüttert, ist ein guter Kompromiss.
Wie oft und wie viel?
- Ein- bis zweimal pro Woche als Mahlzeit oder Teilmahlzeit
- Grobe Orientierung: 20–30 g Fisch pro 10 kg Körpergewicht als Mahlzeit
- Alternativ: 1 TL Lachsöl täglich — deckt Omega-3 ohne große Futtermengen
