Hühnchen ist der König der Hundeschonkost — aber Pute ist ein würdiger Alternativkandidat. Putenbrust ist noch fettärmer als Hähnchenbrust, gut verdaulich und für viele Hunde ein „neues" Protein, das die Zahl der potenziellen Auslöser reduziert.
Warum Pute für Hunde empfehlenswert ist
Extrem fettarm: Putenbrust enthält etwa 1–2 g Fett pro 100 g gekochtes Fleisch — einer der niedrigsten Fettgehalte unter allen Fleischquellen. Ideal für Pankreatitis-Patienten, Hunde mit Fettstoffwechselproblemen und alle, die eine echte Schonkost brauchen.
Hochverdauliches Protein: Das Protein der Putenbrust ist von sehr guter Qualität und wird im Verdauungstrakt effizient aufgenommen — mit wenig Rückstand im Darm.
Novel protein für manche Hunde: Viele Hunde haben in ihrem Leben noch kein Putenfleisch bekommen. Als Monoproteinquelle in einer Eliminationsdiät ist Pute daher eine gute Wahl, wenn Hühnchen und Rind schon verbraucht sind.
Gut akzeptiert: Pute hat einen mild-würzigen Eigengeschmack, der von den meisten Hunden gut angenommen wird — auch von Wählern.
Richtige Zubereitung
- Putenbrust in ungesalzenem Wasser kochen (kein Öl, keine Gewürze)
- Komplett durchgaren — 20–25 Minuten kochen
- In kleine Stücke schneiden oder zerfasern
- Mit der Kohlenhydratbeilage (Reis, Kartoffel) mischen
Keine Pute mit Haut verwenden — die Haut ist fettreich und würde die Schonkost belasten.
Für wen ist Pute weniger geeignet?
- Hunde, die bereits auf Geflügel-Proteine reagieren: Bei Hühnchenallergie ist eine Kreuzreaktion auf Pute möglich — nicht ausgeschlossen, aber seltener als oft angenommen. Im Zweifel klären.
- In der Eliminationsdiät: Wenn Pute neu ist, ist sie ein geeignetes Testprotein. Wenn Pute schon gefüttert wurde, suche nach einem wirklich unbekannten Protein.
