Wenn es dem Hund nicht gut geht, greifen manche Halter zum Kochbuch. Fünf Zutaten, selbst gemacht, viel Liebe drin — und leider auch viel zu viel auf einmal für einen gereizten Magen-Darm-Trakt. Der Grundsatz bei Schonkost lautet: so einfach wie möglich.
Warum weniger mehr ist
Je mehr Zutaten in einer Mahlzeit, desto mehr Verdauungsarbeit ist nötig. Ein Magen-Darm-System in Aufruhr braucht keine komplexen Rezepte — es braucht ein bis zwei leicht verdauliche Zutaten, die wenig Enzymarbeit erfordern und die Darmschleimhaut kaum belasten.
Das Grundprinzip
Eine Proteinquelle + eine Kohlenhydratquelle: - Mageres Hühnchen + weich ausgekochter Reis - Magere Pute + Kartoffel (gut gegart) - Kabeljau oder Seelachs + Reis - Magerquark + Reis (wenn Milchprotein verträglich)
Mehr braucht es nicht. Kein Öl, kein Salz, keine Gewürze, keine Brühe (enthält Salz und Aromen).
Mischverhältnis
Für eine typische Schonkost: - ⅓ Protein, ⅔ Kohlenhydrat
Der Kohlenhydratanteil überwiegt, weil er leichter verdaulich ist und den gereizten Darm beruhigt. Protein ist wichtig, aber in großen Mengen schwerer zu verdauen.
Was optional ergänzt werden kann
Nach ein bis zwei Tagen stabiler Toleranz kann optional eine kleine Menge Kürbispüree (lösliche Ballaststoffe) hinzugefügt werden — hilft bei der Regulierung des Stuhlgangs. Das ist aber kein Muss.
Was du vermeiden solltest
- Mehrere Proteinquellen: Hühnchen UND Ei UND Quark = zu viel auf einmal
- Gemüse in Menge: Karotten, Zucchini, Brokkoli können zwar gut sein, aber in der akuten Phase ist weniger mehr
- Selbst gemachte Brühe: Klingt gut, enthält aber oft Zwiebelreste, Lorbeer, Salz — alles ungünstig
