Ab wann ein Hund zum Senior wird, hängt von der Rasse ab. Große Rassen altern schneller — ein Irischer Wolfshund ist mit 5 Jahren ein Senior, ein Malteser erst mit 10. Mit dem Alter verändern sich Verdauung, Stoffwechsel und Organfunktionen. Das Futter muss darauf reagieren.
Was sich im Alter verändert
Verdauungsleistung: Die Produktion von Verdauungsenzymen nimmt ab. Ältere Hunde verarbeiten Protein und Fett weniger effizient — sie brauchen leichter verdauliche Quellen, nicht weniger Protein.
Nierenfunktion: Mit dem Alter verringert sich die Nierenleistung bei vielen Hunden. Frühzeitig ein phosphorreduziertes Senior-Futter einzusetzen kann helfen, die Nierenfunktion zu schonen.
Gelenke und Mobilität: Gelenkprobleme sind bei Senioren häufig. Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA), Glucosamin und Chondroitin im Futter können entzündungshemmend und gelenkunterstützend wirken.
Muskelmasse: Ab einem gewissen Alter verlieren Hunde Muskelmasse (Sarkopenie) — auch ohne Krankheit. Ein ausreichend hoher Proteingehalt bremst diesen Prozess.
Energiebedarf: Weniger Bewegung bedeutet weniger Kalorienbedarf. Aber nicht bei allen — manche aktive Senioren brauchen weiterhin viel Energie. Individuelle Anpassung ist wichtiger als pauschale Regeln.
Was ein gutes Senior-Futter auszeichnet
- Hochverdauliches Protein: Huhn, Pute, Fisch aus klar deklarierten Quellen
- Moderater bis reduzierter Phosphorgehalt: Nierenschonend
- Omega-3-Quellen: Lachsöl, Fischmehl
- Glucosamin/Chondroitin: Gelenkunterstützung
- Präbiotika/Probiotika: Für eine alterstypisch empfindlichere Darmflora
- Angepasster Kaloriengehalt: Je nach Aktivitätsniveau des Hundes
Ab wann auf Senior-Futter umstellen?
Richtlinie: Kleine Rassen ab ca. 8–10 Jahren, mittlere Rassen ab 7–8 Jahren, große Rassen ab 5–7 Jahren. Aber: Besser nach Allgemeinzustand und Blutwerten entscheiden als nach Alter allein.
