Arthrose, Hüftdysplasie, Ellenbogenprobleme — Gelenkerkrankungen sind beim Hund häufig und schmerzhaft. Neben Medikamenten, Physiotherapie und ggf. Gewichtsmanagement ist die Ernährung ein wirksamer Begleiter. Besonders Omega-3-Fettsäuren spielen dabei eine wichtige Rolle.
Wie Omega-3 bei Gelenken wirkt
EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) sind langkettige Omega-3-Fettsäuren, die aus Fischöl oder Algenöl gewonnen werden. Sie wirken auf mehreren Ebenen:
- Entzündungshemmend: EPA hemmt die Produktion von Prostaglandinen und Leukotrienen — Botenstoffen, die Entzündungen im Gelenk antreiben
- Knorpelschutzend: DHA unterstützt die Zellfunktion im Knorpelgewebe
- Schmerzlindernd: In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass Hunde mit Arthrose bei hoher EPA/DHA-Zufuhr weniger Schmerzmedikamente brauchten
Was eine gute Gelenkdiät enthält
Professionelle Gelenkdiätfutter (z. B. Hill's j/d, Royal Canin Mobility) enthalten: - Hohe EPA/DHA-Gehalte — deutlich über dem in normalem Futter - Glucosamin und Chondroitinsulfat — Bausteine des Knorpels - L-Carnitin — wenn begleitendes Übergewicht ein Thema ist - Antioxidantien (Vitamin E, C) — schützen Gelenkgewebe vor oxidativem Stress
Dosierung bei Zufütterung von Fischöl
Wenn du normales Futter gibst und Omega-3 separat ergänzt: Richtwert für EPA+DHA ist etwa 50–75 mg je kg Körpergewicht täglich, verteilt auf die Mahlzeiten. Starte niedrig und steigere langsam — zu viel Fischöl kann Durchfall verursachen.
Wichtig: Hochdosiertes Fischöl kann die Blutgerinnung beeinflussen. Vor Operationen mit dem Tierarzt besprechen.
