Schnauzer, Terrier, Airedale, westie, Briard — Rassen mit Bart haben ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Das lange Fell an Kinn und Lefzen braucht aber besondere Pflege, denn es wird bei jeder Mahlzeit und bei jedem Trinken beansprucht.
Was im Bart alles landet
Der Bart ist nah am Boden, nah am Futter und nah am Wasser. Das bedeutet:
- Futterreste hängen im feuchten Fell und beginnen zu riechen
- Trinknässe hält sich im dichten Haar und schafft ein feuchtes Milieu
- Schmutz und Gras vom Schnüffeln am Boden
- In Kombination entsteht ein ideales Milieu für Bakterien und Schimmel
Der typische „Bart-Geruch" vieler bärtiger Hunde ist meistens die Folge unzureichender Pflege.
Wie oft und wie reinigen?
Nach jeder Mahlzeit: kurzes Abtupfen Nach dem Fressen das Fell an den Lefzen und am Kinn mit einem feuchten Tuch oder Küchenpapier abwischen. Entfernt den Großteil der Futterreste, bevor sie trocknen und festkleben.
Täglich: Sichtprüfung Kurzer Blick: Ist das Fell unter dem Kinn verklebt? Riecht es? Sind Verkrustungen da? Dann reinigen.
Wöchentlich: Gründliches Durchkämmen Der Bart neigt zum Verfilzen, besonders unter dem Kinn. Mit einem Kamm sorgfältig durcharbeiten, trocken oder leicht angefeuchtet.
Beim Waschen: Bart gründlich ausspülen Beim Baden den Bart gut einschäumen und besonders gründlich ausspülen — Rückstände setzen sich in diesem dichten Fell hartnäckig fest.
Hautreizungen am Kinn und Lefzen
Wenn sich unter dem feuchten Bart ständig Nässe staut, kann sich die Haut darunter entzünden — ähnlich wie bei Hautfalten. Zeichen: Rötung, Geruch, der Hund reibt das Kinn.
Abhilfe: Regelmäßiges Trocknen und Reinigen. Bei hartnäckigen Entzündungen den Bart kürzen oder tierärztlich abklären.
Was du bei bärtigen Rassen anpassen solltest
- Napfgröße und Form: Tiefe, schmale Näpfe benetzen den Bart mehr als breite, flache
- Höhe des Napfes: Ein erhöhter Napfhalter reduziert den Kontakt des Bartes mit dem Futter
- Material: Glatte Edelstahlnäpfe sind leichter zu reinigen als raue Keramiknäpfe
Häufige Fragen
Mein Hund riecht immer nach dem Fressen — was hilft? Bart nach jeder Mahlzeit abwischen und regelmäßig waschen. Wenn der Geruch trotzdem bleibt, die Haut unter dem Bart auf Entzündungen prüfen.
Soll ich den Bart kürzen? Nur wenn du das Erscheinungsbild nicht brauchst oder Pflegeprobleme bestehen. Bei Ausstellungshunden gilt die rassetypische Länge. Für Familienhunde ist eine praktische Länge wichtiger.
Kann ich Futterreste mit dem Handtuch abreiben? Ja, aber sanft. Nicht zu hart reiben — die Haut darunter kann empfindlich sein.
Das Wichtigste in Kürze
- Bart nach jeder Mahlzeit kurz abtupfen, wöchentlich kämmen
- Feuchtes Milieu im Bart fördert Bakterien und Geruch
- Napfform und -höhe können helfen, den Bart weniger zu benetzen
- Bei dauerhaftem Geruch oder Rötung unter dem Bart tierärztlich abklären
