Tipp #34 · 6 Min. Lesezeit

Den richtigen Felltyp kennen: Stockhaar, Langhaar, Rauhaar und Locken

Stockhaar, Langhaar, Rauhaar, Locken — jeder Felltyp braucht eine andere Pflege. Informiere dich über die Bedürfnisse deiner Rasse.

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Verschiedene Hunderassen mit unterschiedlichen Felltypen nebeneinander
Verschiedene Hunderassen mit unterschiedlichen Felltypen nebeneinander
Hinweis: Dieser Tipp dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Krankheitssymptomen, vor Diäten und besonderen Fütterungsformen wende dich bitte an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.

Kein Fell ist wie das andere. Ein Pudel braucht eine völlig andere Pflege als ein Labrador — und ein Rauhaar-Dackel andere Werkzeuge als ein Berner Sennenhund. Wer den Felltyp seines Hundes kennt, pflegt richtiger und effizienter.

Die vier Hauptfelltypen

1. Stockhaar (Kurzhaar mit Unterwolle) Typische Rassen: Labrador, Beagle, Boxer, Rottweiler, Deutscher Schäferhund

Das Deckhaar liegt glatt am Körper, darunter sitzt eine dichte, weiche Unterwolle. Diese Rassen haaren saisonal stark.

Pflege: Wöchentliches Bürsten mit einem Gummikamm oder Striegel. Im Fellwechsel täglich mit Unterwollkamm. Baden alle paar Monate.

2. Langhaar Typische Rassen: Golden Retriever, Irischer Setter, Collie, Shih Tzu, Malteser

Fließendes, oft auch doppeltes Langhaar. Verfilzungsanfällig, besonders hinter Ohren, in Achseln und an der Rute.

Pflege: Mehrmals pro Woche kämmen und bürsten. Besonders anfällige Stellen täglich kontrollieren. Regelmäßiges Scheren oder Schneiden beim Friseur.

3. Rauhaar (Drahthaar) Typische Rassen: Drahthaar-Dackel, Airedale Terrier, West Highland White Terrier, Deutsch Drahthaar

Das harte, drahtartige Fell schützt gut vor Schmutz und Witterung. Es soll nicht geschnitten, sondern getrimmt werden.

Pflege: Trimmen alle 3–6 Monate durch einen erfahrenen Trimmer oder Friseur. Zwischendurch mit einem harten Bürst- oder Trimmkamm.

4. Lockenfell (Wollhaar) Typische Rassen: Pudel, Lagotto Romagnolo, Bichon Frisé, Labradoodle, Goldendoodle

Das lockige Fell haard kaum — abgestorbene Haare bleiben im Fell hängen und führen ohne regelmäßige Pflege zu massiven Verfilzungen.

Pflege: Kämmen und Bürsten mehrmals pro Woche, regelmäßiges Schneiden alle 6–8 Wochen. Ohne Pflege verfilzt das Fell bis auf die Haut.

Sonderfall: Glatthaar

Rassen wie Dobermann, Weimaraner oder Vizsla haben kein Unterfell. Das kurze, glatte Fell ist pflegeleicht, bietet aber wenig Schutz vor Kälte. Empfindliche Haut braucht hier mehr Aufmerksamkeit.

Wie erkennst du deinen Felltyp?

  • Greife durch das Fell: Gibt es eine zweite, weichere Schicht darunter? → Doppelfell
  • Fühlt sich das Haar hart, rau und drahtartig an? → Rauhaar
  • Bildet das Haar lockige Spiralen oder Wellen? → Lockenfell
  • Liegt das Haar glatt und kurz an? → Stockhaar oder Glatthaar

Im Zweifel: Rassespezifische Pflegeguides oder ein Hundefriseur geben sichere Auskunft.

Häufige Fragen

Mein Hund ist ein Mix — was gilt für ihn? Mischlingshunde kombinieren Felltypen. Schau dir das Fell genau an, erkenne die dominante Textur und richte die Pflege danach aus.

Verändert sich das Fell mit dem Alter? Ja. Welpen haben oft ein weicheres Welpenfell, das erst mit dem Erwachsenenfell wechselt. Auch Senioren haben oft dünneres oder trockeneres Fell.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Haupttypen: Stockhaar, Langhaar, Rauhaar, Lockenfell
  • Jeder Typ braucht andere Werkzeuge und Routinen
  • Rauhaar wird getrimmt, nicht geschoren
  • Lockenfell braucht sehr regelmäßige Pflege, um Verfilzung zu verhindern

Weiterführende Informationen

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Rolf Schwertfechter

Hundefutter-Experte & BELLA-Gründer

Rolf Schwertfechter betreibt BELLA seit 2024 und hat den BELLA-Score entwickelt, der 11.000+ Hundefutter-Sorten nach Proteinquelle, Deklaration und Preis-Leistung bewertet. Er analysiert täglich Preisdaten aus dem AWIN-Feed, wertet aktuelle Studien aus und schreibt alle Ratgeber auf dieser Seite.

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