Gelenke schützen – von Anfang an
Arthritis ist die häufigste chronische Erkrankung bei alten Hunden. Sie entsteht nicht plötzlich – sie entwickelt sich über Jahre durch kleine Schäden, falsche Belastung, Übergewicht und manchmal genetische Faktoren. Wer früh in die Gelenkgesundheit investiert, schiebt das Leiden hinaus – oder verhindert es ganz.
Was Gelenke im Alltag belastet
- Übergewicht: Das größte einzelne Risiko. Jedes überschüssige Kilo erhöht die Belastung auf Hüft- und Kniegelenke deutlich.
- Übermäßige Belastung in der Jugend: Zu viel springen, Treppen steigen, auf Hartbelag laufen – besonders bei Welpen schädigt das die noch weichen Gelenke.
- Fehlstellungen: Manche Rassen haben genetisch bedingte Gelenkprobleme (HD bei großen Rassen, Patellaluxation bei kleinen).
- Einseitige Bewegung: Nur Laufen ohne Kraft- oder Gleichgewichtsübungen schwächt die stützende Muskulatur.
Was du präventiv tun kannst
Gewicht im Normalbereich halten: Die effektivste Einzelmaßnahme. Normalgewichtige Hunde entwickeln deutlich seltener und später Arthritis.
Gelenk-freundliche Aktivitäten wählen: Schwimmen und Apportieren im flachen Wasser sind gelenkschonend und bauen Muskeln auf. Springen über große Hindernisse oder intensives Treppensteigen sollte vor allem bei Welpen reduziert werden.
Weiche Untergründe bevorzugen: Rasen statt Asphalt, Waldwege statt Pflastersteine. Der Untergrund macht einen echten Unterschied für die Gelenkbelastung.
Muskelaufbau: Gut entwickelte Muskeln stützen Gelenke und reduzieren die direkte Gelenkbelastung. Physio-Übungen, Balance-Boards und gezielte Übungen können dabei helfen.
Ergänzungsfutter frühzeitig: Omega-3-Fettsäuren (Fischöl) haben entzündungshemmende Wirkungen. Glucosamin und Chondroitin können die Knorpelgesundheit unterstützen. Sprich mit deinem Tierarzt, ob und wann eine Supplementierung sinnvoll ist.
Regelmäßige Untersuchungen
Bei großen Rassen (Labrador, Golden Retriever, Schäferhund, Berner Sennenhund) ist ein Hüft-Röntgen im jungen Erwachsenenalter sinnvoll, um Hüftdysplasie frühzeitig zu erkennen. Frühe Befunde ermöglichen mehr Behandlungsoptionen.
Fang jetzt an – die Gelenke deines Hundes werden es ihm ein Leben lang danken.
