Herzvorsorge beim Hund – Was du wissen musst
Herzerkrankungen sind bei älteren Hunden häufig – und sie entwickeln sich still. Oft gibt es kaum sichtbare Symptome, bis die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Früherkennung durch regelmäßige Untersuchungen ist entscheidend, weil viele Herzleiden gut behandelbar sind, wenn sie früh erkannt werden.
Welche Hunderassen sind besonders gefährdet?
Bestimmte Rassen haben eine genetische Prädisposition für Herzerkrankungen: - Cavalier King Charles Spaniel: Mitralklappenprolaps (MMVD) tritt bei dieser Rasse sehr häufig auf - Boxer: Arrhythmien und dilatative Kardiomyopathie - Dobermann: Dilatative Kardiomyopathie (DCM) - Kleine Rassen allgemein: Mitralklappenverdickung ist bei kleinen Hunden ab dem Seniorenalter sehr verbreitet
Symptome, auf die du achten solltest
- Husten, besonders nach dem Aufstehen oder nachts
- Schnelle Erschöpfung beim Spaziergang
- Schnellere Atmung in Ruhe
- Bauchaufblähung (Aszites bei Herzinsuffizienz)
- Ohnmachtsanfälle oder Kollaps
- Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust
Bei diesen Zeichen sofort zum Tierarzt.
Was der Tierarzt prüft
- Auskultation: Herzgeräusche hören – oft das erste Zeichen einer Klappenerkrankung
- EKG: Herzrhythmus messen
- Röntgen: Herzgröße und Lungenveränderungen
- Ultraschall (Echokardiographie): Die genauste Methode zur Diagnose
Präventive Maßnahmen
Regelmäßige Untersuchungen: Jährlich (bei gefährdeten Rassen alle 6 Monate) das Herz abhören lassen.
Zahngesundheit: Chronische Zahnfleischentzündungen können Herzklappen schädigen – Zahnpflege ist Herzschutz.
Gewichtskontrolle: Übergewicht belastet das Herz dauerhaft.
Moderate Bewegung: Zu intensive Belastung schadet einem geschwächten Herzen – aber zu wenig Bewegung auch. Der Tierarzt gibt bei bekannter Erkrankung Empfehlungen.
Herzerkrankungen sind oft chronisch – aber mit guter Medikation und Betreuung können Hunde noch viele gute Jahre haben. Früherkennung ist alles.
