🌿 Tipp #87 · 4 Min. Lesezeit

Welpen häufiger füttern

Der kleine Welpenmagen braucht 3–4 Mahlzeiten täglich. Das entlastet die Verdauung und hält die Energie stabil.

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Kleiner Welpe frisst aus einem flachen Napf
Kleiner Welpe frisst aus einem flachen Napf
Hinweis: Dieser Tipp dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Krankheitssymptomen, vor Diäten und besonderen Fütterungsformen wende dich bitte an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.

Wer einen Welpen nach Hause holt, holt auch eine Menge Fragen mit. Eine der wichtigsten: Wie oft soll ich füttern? Die Antwort ist eindeutig: mehrmals täglich. Ein Welpenmagen ist klein, und die Verdauung noch nicht auf Erwachsenenniveau. Kleine, häufige Mahlzeiten sind kein Luxus – sie sind notwendig.

Warum häufiges Füttern beim Welpen wichtig ist

Welpen wachsen schnell und haben einen hohen Energiebedarf – aber ein kleiner Magen fasst wenig auf einmal. Wenn du einem Welpen zu viel auf einmal gibst, überfordert das die Verdauung. Die Folge können Durchfall, Erbrechen oder aufgeblähter Bauch sein. Kleine, häufige Portionen stellen dagegen eine gleichmäßige Nährstoffversorgung sicher und halten den Blutzucker stabil – wichtig, weil Welpen anfälliger für Unterzuckerung sind.

Wie viele Mahlzeiten sind ideal?

Als grobe Orientierung gilt: - Bis 12 Wochen: vier Mahlzeiten täglich - 12 Wochen bis 6 Monate: drei Mahlzeiten täglich - Ab 6 Monate (je nach Rasse): Übergang auf zwei Mahlzeiten täglich möglich

Große Rassen wie Doggen oder Bernhardiner bleiben oft länger bei drei Mahlzeiten, da ihr Magen-Darm-Trakt langsamer ausreift. Orientiere dich an der Kotbeschaffenheit und der Energie deines Welpen als Zeichen dafür, ob die Portionsgröße stimmt.

Wie du die Tagesration aufteilst

Die tägliche Gesamtmenge – angegeben auf der Futterverpackung – wird einfach durch die Anzahl der Mahlzeiten geteilt. Kein Extra auf jede Mahlzeit. Wenn du zwischendurch Leckerlis zum Training gibst, rechne diese in die Tagesmenge ein. Ein kurzes Protokoll hilft in den ersten Wochen, den Überblick zu behalten.

Wann du zum Tierarzt solltest

Wenn dein Welpe trotz häufiger, kleiner Mahlzeiten wiederholt erbricht oder anhaltend weichen Kot hat, sollte das abgeklärt werden. Auch Appetitlosigkeit oder plötzliche Teilnahmslosigkeit beim Fressen sind beim Welpen ernst zu nehmen. Die Verdauung sollte sich mit jeder Woche stabiler anfühlen – wenn das nicht der Fall ist, bitte den Tierarzt um Rat.

Häufige Fragen

Mein Welpe frisst nicht alle vier Mahlzeiten – ist das schlimm? Nicht sofort. Manche Welpen überspringen gelegentlich eine Mahlzeit. Wenn es sich häuft oder der Welpe abnimmt, ist eine tierärztliche Kontrolle sinnvoll.

Wie lange sollte ich beim Fressen dabei bleiben? In den ersten Wochen ist es sinnvoll, dabei zu sein – um zu beobachten, wie viel gegessen wird und ob es Probleme beim Fressen gibt.

Kann ich Nass- und Trockenfutter kombinieren? Ja, das ist möglich. Achte darauf, die Gesamtkalorien beider Futtervarianten zusammenzurechnen, um Über- oder Unterversorgung zu vermeiden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Welpen bis zwölf Wochen vier Mahlzeiten täglich geben
  • Ab zwölf Wochen auf drei Mahlzeiten reduzieren, ab sechs Monaten schrittweise auf zwei
  • Die Tagesration aufteilen – kein Extra zur bestehenden Menge
  • Leckerlis in die Tagesration einrechnen
  • Anhaltende Verdauungsprobleme beim Welpen tierärztlich abklären

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Rolf Schwertfechter

Hundefutter-Experte & BELLA-Gründer

Rolf Schwertfechter betreibt BELLA seit 2024 und hat den BELLA-Score entwickelt, der 11.000+ Hundefutter-Sorten nach Proteinquelle, Deklaration und Preis-Leistung bewertet. Er analysiert täglich Preisdaten aus dem AWIN-Feed, wertet aktuelle Studien aus und schreibt alle Ratgeber auf dieser Seite.

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