BARF und ein kleines Gefrierfach im Kühlschrank — das funktioniert für den Langzeiteinsatz schlecht. Wer konsequent rohfüttert, braucht Platz. Und das bedeutet in den meisten Fällen: eine eigene Gefriertruhe.
Warum BARF viel Gefrierplatz braucht
Rohfleisch ist schwer, voluminös und muss dauerhaft tiefgekühlt bleiben. Bei einem 30-kg-Hund brauchst du täglich ca. 600–900 g Rohfutter. Das macht pro Monat 18–27 kg Rohfleisch und Komponenten — plus Knochen, Innereien, eventuell Gemüsemischungen.
Ein normales Kühlschrankgefrierfach (oft nur 50–80 Liter) ist dafür nicht ausreichend, wenn du nicht täglich einkaufen willst. Und täglicher Einkauf von Rohfleisch ist unpraktisch und teuer.
Was ist die richtige Gefriertruhe für BARF?
- Mindestgröße: 100–150 Liter für einen mittelgroßen Hund
- Für große Hunde oder mehrere Hunde: 200–300 Liter empfehlenswert
- Gefrierschrank vs. Gefriertruhe: Truhen sind oft günstiger im Betrieb, haben aber weniger strukturierte Lagerungsmöglichkeiten
Viele BARFer kaufen alle 2–4 Wochen in größeren Mengen ein (z. B. bei einem BARF-Großhändler) und füllen die Truhe auf.
Organisation in der Gefriertruhe
- Körbe oder Kisten für verschiedene Komponenten (Fleisch, Knochen, Innereien, Gemüse)
- Beschriftete Beutel mit Inhalt und Datum
- FIFO-Prinzip (First In, First Out): Ältere Vorräte nach vorne, neue nach hinten
Kosten und Energieverbrauch
Eine moderne A+++ Gefriertruhe kostet im Betrieb ca. 30–50 Euro im Jahr. Das ist vernachlässigbar gegenüber den Vorteilen (Großeinkauf, Preisvorteile, Planbarkeit).
