Ältere Hunde sind nicht einfach kleinere Versionen ihrer selbst. Ihr Körper verändert sich — Verdauung, Stoffwechsel, Muskelmasseerhalt und Gelenkgesundheit stellen andere Anforderungen an die Ernährung. BARF für Senioren muss diesen Anforderungen folgen.
Was sich im Alter des Hundes verändert
- Grundumsatz sinkt — weniger Energie wird benötigt
- Muskelmasse baut ab — ausreichend Protein bleibt aber wichtig (kein drastisches Reduzieren!)
- Verdauungskapazität nimmt ab — fettärmere, gut verdauliche Ration sinnvoll
- Nierenfunktion kann nachlassen — Phosphorkontrolle wichtiger
- Gelenke werden empfindlicher — Omega-3, Gelenkknorpel als Komponente
- Zähne und Kieferkraft können nachlassen — weichere Fleischstücke, weniger harte Knochen
Konkrete Anpassungen für Senioren-BARF
Fleisch: Mageres, gut verdauliches Muskelfleisch (Pute, Huhn, Kaninchen) als Basis. Weniger fettreiche Stücke.
Knochen: Weichere fleischige Knochen oder Eierschalenmehl als Kalziumquelle, wenn Zähne oder Kieferkraft nachlassen.
Omega-3: Regelmäßiger Fisch oder Lachsöl — für Gelenke und Entzündungshemmung besonders relevant.
Grüne Zutaten: Leicht gedämpftes Gemüse statt roh — leichter verdaulich.
Menge: 10–20 % weniger als in der aktiven Adulthase — aber individuell nach Gewichtsverlauf.
Was du beim Senior-BARF im Blick behältst
- Halbjährliche Tierarztkontrollen mit Blutbild
- Gewicht monatlich prüfen — Gewichtsverlust ist bei Senioren ernst zu nehmen
- Zahnstatus kontrollieren lassen — kaputte Zähne machen Kauen schmerzhaft und verhindern gute Nahrungsaufnahme
