Tipp #3 · 6 Min. Lesezeit

Das Fell regelmäßig bürsten: So gehst du es richtig an

Bürsten entfernt loses Haar und Schmutz, verteilt Hautfette und fördert die Durchblutung. Wie oft du bürsten solltest, hängt von der Felllänge ab.

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Hund wird mit einer Bürste sanft über das Rückenfell gebürstet
Hund wird mit einer Bürste sanft über das Rückenfell gebürstet
Hinweis: Dieser Tipp dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Krankheitssymptomen, vor Diäten und besonderen Fütterungsformen wende dich bitte an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.

Regelmäßiges Bürsten ist das einfachste und wirkungsvollste, was du für das Fell deines Hundes tun kannst. Es kostet wenig Zeit, bringt viel — und wird von den meisten Hunden mit etwas Gewöhnung sehr gemocht.

Was Bürsten alles leistet

Bürsten ist mehr als nur Schönheitspflege. Wenn du bürst, passiert gleichzeitig:

  • Loses Haar wird entfernt — weniger auf dem Sofa, mehr in der Bürste
  • Schmutz und Staub werden aus dem Fell gelöst
  • Hautfette werden verteilt, was das Fell natürlich pflegt und glänzend hält
  • Die Durchblutung der Haut wird gefördert — das unterstützt gesunden Haarwuchs
  • Du kontrollierst Haut und Fell auf Parasiten, Knoten, Wunden oder Veränderungen

Kurz: Jede Bürstrunde ist gleichzeitig eine Pflegeeinheit und ein Gesundheitscheck.

Wie oft sollte ich bürsten?

Die Häufigkeit hängt vom Felltyp ab:

| Felltyp | Häufigkeit | |---|---| | Kurzhaar (z. B. Boxer, Labrador) | 1–2× pro Woche | | Mittellang (z. B. Golden Retriever) | 2–3× pro Woche | | Langhaar (z. B. Berner Sennenhund) | täglich | | Unterwolle (z. B. Husky, Malinois) | täglich im Fellwechsel | | Rauhaar (z. B. Terrier) | wöchentlich + regelmäßiges Trimmen |

Im Fellwechsel im Frühjahr und Herbst: immer häufiger als sonst, egal welcher Typ.

Wie du am besten vorgehst

Geh beim Bürsten systematisch vor, damit du keine Stelle vergisst:

  1. Beginne am Nacken, arbeite dich zum Rücken vor
  2. Dann die Seiten, Brust und Bauch
  3. Die Beine von oben nach unten
  4. Hinter den Ohren, in den Achseln und an der Rute — besonders sorgfältig, dort filzt es leicht
  5. Zum Schluss den Kopfbereich — behutsam

Bürste immer in Fellrichtung, bei Langhaar kann anschließend gegen die Richtung nachgebürstet werden, um die Unterwolle zu erreichen.

Tipps für entspanntes Bürsten

Viele Hunde, die das Bürsten nicht mögen, wurden zu früh zu lang gebürstet oder haben schlechte Erfahrungen gemacht. So wird es besser:

  • Starte mit kurzen Einheiten, auch nur zwei Minuten
  • Nutze Lob und kleine Leckerlis am Anfang
  • Bürste nie eine verfilzte Stelle mit Druck — das schmerzt
  • Wähle das richtige Werkzeug — eine scharfe oder zu steife Bürste tut weh

Häufige Fragen

Muss ich bei Kurzhaarern überhaupt bürsten? Ja, auch wenn es weniger nötig ist als bei Langhaarern. Bürsten entfernt Schmutz und totes Haar und fördert die Durchblutung. Ein Gummistriegel reicht oft.

Was tue ich, wenn mein Hund Bürsten hasst? Aufbauen, nicht erzwingen. Starte mit dem Körperteil, der am wenigsten empfindlich ist, belohne konsequent und mache die Einheiten kürzer. Mit Geduld mögen die meisten Hunde es irgendwann.

Bürsten im Fellwechsel: gibt es eine Grenze? Nein — du kannst täglich bürsten, solange du nicht zu grob bist. Im Fellwechsel ist tägliches Bürsten sogar empfehlenswert, um Unterwollmengen zu kontrollieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bürsten reinigt, pflegt und schützt — gleichzeitig ist es ein Gesundheitscheck
  • Die richtige Häufigkeit hängt vom Felltyp ab: von 1× wöchentlich bis täglich
  • Systematisch vorgehen, empfindliche Stellen behutsam behandeln
  • Positiv aufbauen bei Hunden, die Bürsten (noch) nicht mögen

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Rolf Schwertfechter

Hundefutter-Experte & BELLA-Gründer

Rolf Schwertfechter betreibt BELLA seit 2024 und hat den BELLA-Score entwickelt, der 11.000+ Hundefutter-Sorten nach Proteinquelle, Deklaration und Preis-Leistung bewertet. Er analysiert täglich Preisdaten aus dem AWIN-Feed, wertet aktuelle Studien aus und schreibt alle Ratgeber auf dieser Seite.

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